Pressenotiz

Brüssel, 18. Februar 2003

Deutsche Sozialversicherung 10 Jahre in Brüssel präsent

Die Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung, eine Gemeinschaftseinrichtung der Spitzenorganisationen der gesetzlichen Kranken-, Renten- und Unfallversicherungen in der Bundesrepublik Deutschland, kann auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 17. Februar in Brüssel begrüßte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes Hans Jürgen Ahrens, der zur Zeit den Vorsitz im Europäischen Koordinierungsausschuss der Deutschen Sozialversicherung führt, zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Sozialgeschehen. Aus bescheidenen Anfängen 1993 habe sich die heute mit einem gut eingespielten Team von Experten besetzte Repräsentanz im Umfeld des europäischen Binnenmarktes und der rasch voranschreitenden Entwicklung zu einer supranationalen Wirtschafts- und Sozialpolitik erfolgreich als Informationsgeber und Dialogpartner sowohl für die EU-Institutionen als auch für Sozialschutzeinrichtungen auf nationaler Ebene positionieren können.

Die Deutsche Sozialversicherung ist bislang als einziges nationales System direkt in der europäischen Hauptstadt vertreten. Sie verfolgt damit das Ziel, ihre Mitgliedseinrichtungen vorausschauend im europäischen Einigungsprozess aufzustellen und die sie tragenden Prinzipien von Selbstverwaltung, Solidarität und Staatsferne zielführend in die gemeinschaftliche Politikbildung einzubringen. Auf der Brüsseler Abendveranstaltung kündigte jedoch ein Vertreter der französischen Sozialversicherung an, man werde zum 1. April des Jahres ebenfalls eine gebündelte EU-Repräsentanz eröffnen. Ihren Sitz solle diese neue Einrichtung in dem 1997 auf deutsche Initiative geschaffenen "Europäischen Haus des Sozialschutzes" (Maison Européenne de la Protection Sociale) im Zentrum der Brüsseler Gemeinschaftsinstanzen nehmen. Unabhängig von ihren jeweiligen nationalen EU-Aktivitäten sind die deutschen und französischen Sozialversicherer gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen aus anderen europäischen Mitgliedstaaten in der Arbeitsgemeinschaft "European Social Insurance Partners Association" (ESIP) vertreten.

Mehr Informationen hierzu unter www.esip.org.

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