Senioren-Union Baden-Württemberg lehnt klonen von Embryos ab


Senioren-Union Baden-Württemberg lehnt klonen von Embryos ab
 
Erika Reinhardt, MdB fordert Überprüfung des Embryonenschutzgesetzes
Schwäbisch Hall/Stuttgart: Die Landesvorsitzende der Senioren-Union Erika Reinhardt, MdB hat sich gegen das therapeutische Klonen von Embryonen ausgesprochen. "Der Alptraum der Züchtung von Menschen scheint in greifbare Nähe zu rücken", erklärte sie auf einer Klausurtagung des Landesverbandes am 23./24. April 2001 in Schwäbisch Hall.
Was technisch und medizinisch möglich sei, müsse nicht auch zwangsläufig getan werden. Die Unverfügbarkeit menschlichen Lebens und die unveräusserliche Würde jedes einzelnen Menschen sei der ethische Maßstab, der grundsätzlich anzulegen sei. Der Richtlinienentwurf der Bundesärztekammer, das Klonen von Embryonenstammzellen erlauben soll, sei eine falsche Weichenstellung. Es sei ein Konsens mit allen politischen Parteien über die Chance und Grenzen der Bio- und Gentechnologie erforderlich. Auch der ungeborene Mensch dürfe nicht das Objekt von Forschung- und Wirtschaftsinteressen werden.
In Deutschland ist das Klonen von Menschen verboten. "Dabei muss es auch in Zukunft bleiben", so Frau Reinhardt. Sie und die Senioren-Union forderten das in Deutschland geltende Embryonenschutzgesetz auf den Prüfstand zu stellen. Der Schutz des Lebens in seiner frühesten Phase müsse unmissverständlich festgeschrieben werden. Das geltende Recht werde der hohen Bedeutung des bedrohten Schutzgutes so nicht gerecht. Statt einer Lockerung der bestehenden Vorschriften sei eine Verschärfung sowie eine unverzügliche Klarstellung erforderlich, die auch gentechnischen Entwicklungen unmissverständlich Grenzen setzt.
Die Senioren-Union und die Junge-Union Baden-Württemberg werden am 28./29. Juli 2001 gemeinsam die Fragen der Bio-Ethik behandeln und eine gemeinsame Erklärung verabschieden, in der der Schutz des menschlischen Lebens den höchsten Stellenwert haben wird.

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