EU fördert Nachfolge-Modell für das WWW mit 9,8 Mio.€

EU fördert Nachfolge-Modell für das WWW mit 9,8 Mio.€ 

WWW steht vielfach für weltweites Warten. Daher laufen die Forschungen zu einem Nachfolge-Modell für das "World Wide Web" auf Hochtouren. Das neue Netz hat auch schon einen Namen: GRID, eine Datenautobahn nahezu ohne Tempolimit. Das Hochgeschwindigkeitsnetz dient zunächst dem Austausch von Wissenschaftlern. Die EU-Kommission unterstützt das "DataGRID Projekt" mit 9,8 Mio. € über drei Jahre aus dem "Information Society Technologies Programme" (IST).

Auf dem Weg zu eEurope

Ein schnelles Netz für Wissenschaftler und Studierende ist nur eines der Ziele der eEurope-Initiative. Die Europäische Kommission präsentierte sie im März 1999 vor dem Sondergipfel von Lissabon. Auf allen Ebenen sollen Informationstechnologien vordringen:

  • Internet billiger, schneller und sicherer machen; Trotz der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes sind Europas Internetpreise im globalen Vergleich zu teuer.
  • Investieren in Menschen und deren Fähigkeiten: Bis 2003 sollen alle Schulabgänger in Europa mit dem Internet umgehen können.
  • E-Commerce veranbringen: Im Jahr 2000 erreichte der elektronische Handel ein Volumen von 17 Mrd. €. Bis 2003 dürfte dieser Wert nach Schätzungen der EU-Kommission auf 340 Mrd. € steigen.
  • Die Risiko-Kapitalbeschaffung erleichtern: Bis 2003 sollen alle Hindernisse für einen vollständig integrierten europäischen Risikokapitalmarkt beseitigt sein.
  • Behinderten den Netzzugang erleichtern: Auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Technologien ermöglichen die Teilnahme am Sozial- und Arbeitsleben.
  • Voranbringen neuer Anwendungen in Schlüsselbereichen: interaktiver Gebrauch des Internet in der öffentlichen Verwaltung, Einsatz von IT-Technik im Gesundheitswesen, intelligente Transportsysteme.

Große Diskrepanz bei der Netz-Nutzung

Kurz, eEurope hat zum Ziel, alle Europäer an den Vorteilen der Informationsgesellschaft teilhaben zu lassen. Doch die Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedsstaaten sind groß. Danach haben die drei skandinavischen Länder die Nase deutlich vorn: Hier nutzt die Bevölkerung das Netz mit Abstand am intensivsten, das E-Business floriert und der Anteil der Ausgaben für digitale Technologien am Bruttoinlandsprodukt erreicht nordamerikanische Ausmaße.

Mitgliedsstaaten wie Großbritanien, Belgien und die Niederlande holen auf. Dagegen hinken Deutschland, Frankreich, Spanien und andere hinterher. Die Schere zwischen der nordischen Spitzengruppe und Ländern wie Portugal und Griechenland hat sich von 1999 bis 2000 erneut weiter geöffnet - laut Erhebungen des Beschäftigungsberichtes der EU-Kommission. Den Bericht gibt es als Download nur in englischer Sprache.

www.europa.eu.int/comm/employment_social/empl&esf/docs/empleurope2000_en.pdf 
Quelle: EU-Nachrichten

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